Diese Zeichnung entstand in den 1990er Jahren. Mich interessierte weniger ein Motiv als eine Bewegung. Eine Linie setzt an, kippt, kreuzt eine andere. Ein Kreis entsteht wie ein Knotenpunkt. Unten verdichtet sich das Material.
Ich habe nicht „etwas“ gezeichnet. Ich habe untersucht, wie Spannung entsteht. Wie sich Kräfte begegnen. Wie aus einer Suchbewegung langsam Struktur wird. Es war kein fertiges Bild im Kopf. Es war ein Tasten. Ein Prüfen von Gleichgewicht. Vielleicht beginnt Ordnung genau so – als Linie, die noch nicht weiß, wo sie endet.