Der Raum wird komplexer. Möbel, Figuren und Bodenlinien greifen ineinander.
Die Zeichnung entsteht nicht in einem Durchgang. Mehrere Versuche bleiben sichtbar. Linien überlagern sich, korrigieren sich, suchen eine neue Richtung.
Dadurch zeigt das Blatt nicht nur ein Ergebnis, sondern den Denkprozess der Zeichnung.
Figuren, Möbel und Raum entstehen gleichzeitig. Der Stuhl definiert den Raum. Der Raum bestimmt die Haltung der Figur. Das Skelett verschiebt die Situation von einer alltäglichen Szene in eine allegorische.
Proportionen bleiben beweglich. Größe entsteht nicht durch Maß, sondern durch Beziehung.
Die vielen Linien sind keine Konturen. Sie sind Versuche, einen Ort zu finden: Wo steht etwas? Wie viel Raum braucht es? Wo beginnt die Figur – und wo endet sie?
So wird die Zeichnung zu einem Gefüge aus Figur, Raum und Bewegung. Nicht eine Linie entscheidet, sondern ihr Zusammenspiel.